Was ist unter Geheimnisschutz zu verstehen?

Geheimnisschutz ist kein feststehender und in einer bestimmten Weise allgemein definierter Begriff. Nach den praktischen Bedürfnissen sind darunter sämtliche Maßnahmen zu verstehen, die dazu dienen, vertrauliche Informationen wie Forschungsergebnisse, Analysedaten, persönliche Daten von Mitarbeitern sowie sonstige Betriebsinterna vor der Kenntnisnahme von Außenstehenden zu schützen. Dies erfordert nicht nur technische, sondern gerade auch rechtliche Schritte.

In rechtlicher Hinsicht ist insbesondere daran zu denken, dass bestimmte Geheimhaltungsregelungen getroffen werden. Dies gilt für einen weiten Kreis von Personen und Sachzusammenhängen, beispielsweise bei

  • der Übermittlung von Informationen in einem Bewerbungsgespräch
  • dem Zugang für Mitarbeiter zu Betriebsinterna während ihrer Beschäftigungszeit
  • der Erarbeitung von Forschungsergebnissen oder sonstigen vertraulichen Informationen durch Mitarbeiter – unabhängig davon, ob diese allein oder im Team, ggf. sogar standortübergreifend arbeiten
  • dem Ausscheiden von Mitarbeitern aus dem Arbeitsverhältnis
  • Vertragsverhandlungen mit externen Verhandlungsführern oder Vertragsparteien
    und
  • Einschreiten gegen Offenlegung von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen.

Die Geheimhaltung von Betriebsinterna ist für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens oftmals von ganz entscheidender Bedeutung. Andernfalls droht Unternehmen oft ein ganz immenser Schaden, zumal die Auswirkungen von beispielsweise Abhör- und Ausspähmaßnahmen oft erst zu einem späteren Zeitpunkt entdeckt werden. Die Bedeutung von sensiblen Daten und Know-How kann deshalb nicht hoch genug eingeschätzt werden.