Was ist unter IP-Management zu verstehen?

Der Begriff des IP-Managements hat sich im deutschsprachigen Raum erst in den letzten Jahren etabliert. „IP“ meint dabei „Intellectual Property“, also „geistiges Eigentum„. Darunter fallen folglich alle Aspekte, die im Zusammenhang mit dem geistigen Eigentum eines Unternehmens stehen. Erfasst sind demnach sämtliche Fragen des gewerblichen Rechtsschutzes (einschließlich des Werberechts) und Urheberrechts.

Im gleichen Maße wie die Bedeutung des geistigen Eigentums in den letzten Jahren zugenommen hat, sollte auch das IP-Management in den Blickpunkt des geschäftlichen Handelns rücken. Denn dadurch kann ein Unternehmen eine stärkere Wahrnehmung im Markt erzielen und sich gegenüber der Konkurrenz positiv abheben. Empirisch wird dies durch die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie 2009 erstellte Studie „Die volkswirtschaftliche Bedeutung geistigen Eigentums und dessen Schutzes mit Fokus auf den Mittelstand“ unter Projektleitung von Prof. Dr. Knut Blind (S. 113) belegt. Demnach stellt das IP-Management einen „entscheidenden Wettbewerbsfaktor“ dar.

Ein gutes IP-Management zielt auf die Erreichung eines optimalen Schutzes und Nutzens des eigenen geistigen Eigentums und die Wahrung fremden geistigen Eigentums. Um das bestmögliche Ergebnis für das jeweilige Unternehmen zu erreichen, sind die strategische Ausrichtung, die wirtschaftlichen Ziele und die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens zu berücksichtigen. Dabei sollte eine systematische und alle Bereiche vernetzende Betrachtung unter Einbeziehung der sich stetig wandelnden rechtlichen bzw. wirtschaftlichen Gegebenheiten erfolgen.

Die Hauptaufgaben des IP-Managements sind insbesondere